Wir nehmen Abschied von Johannes Schulze

* 13. Februar 1930     † 21. August 2018

Der Verstorbene hat sich seit Gründung unserer BI für unsere Umwelt, insbesondere die um Hermannsburg, und gegen die verantwortungslose Nutzung der Atomkraft eingesetzt.
Er leistete Pionierarbeit im Bereich „Alternative Energien“ im eigenen Haushalt. Seit 1982 wurde das Warmwasser mit hohlwandigen Dachpfannen, die mit Wasser durchströmt werden, erwärmt. 1999 kam eine 1kWp Photovoltaikanlage dazu.

Seine liebenswürdige Art, sein herzliches Lachen und seine Hilfsbereitschaft werden uns fehlen. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren!
 

  

Öffentliche Mitgliederversammlung am 13. Juni 2018 

Die öffentliche Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Südheide  stand in diesem Jahr unter dem Thema

„Bienen, Wespen und Hornissen rund um Hermannsburg“.

Im Saal des Evangelischen Bildungszentrums Hermannsburg (Lutterweg 16) referierte Vorstandsmitglied und Biologe Joachim Webel über die Situation der Insekten in unserer Region und gab interessante und verblüffende Einblicke in die Welt der Bienen, Wespen und Hornissen.

Der Vorstand berichtete zuvor von weiteren Aktivitäten der lokalen Umweltgruppe aus dem vergangenen Jahr.

Text: Torsten Misfeldt

Foto: Joachim Webel - Blattschneiderbiene


 

26. April  Mahnwache Tschernobyl 

Am 26. April vor 32 Jahren explodierte der Reaktor von Tschernobyl. Was für junge Leute nur eine Information aus den Geschichtsbüchern ist, hat heute noch Auswirkungen auf die Menschen in den verstrahlten Gebieten Weißrusslands. Die BI-Südheide mahnt und warnt auch an diesem Jahrestag der viele Generationen überdauernden, länderübergreifenden Katastrophe von 17:30 bis 18:00 Uhr in Hermannsburg, Celler Straße (Ecke Am Markt).
Im Falle einer Havarie eines Atomkraftwerkes hier in Mitteleuropa wären schnell Millionen Menschen unmittelbar betroffen, dennoch wird bis 2022 an der menschenverachtenden Technik festgehalten. Mit dem radioaktiven Erbe dieser Technologie werden sich noch tausende Generationen nach uns befassen müssen.
Immerhin wird der Bau eines - mit erheblichen EU-Mitteln geförderten - Sarkophags um den Reaktor von Tschernobyl noch in diesem Jahr abgeschlossen. Er soll eine zweite europaweite nukleare Katastrophe abwenden.
 

12. März 2018- Mahnwache Fukushima

 

Die Big-Bags von Fukushima sind zum Symbol der Hilflosigkeit geworden. An mehr als 147.000 Plätzen stapeln sich in der Gegend um Fukushima gigantische Halden von schwarzen Säcken, gefüllt mit radioaktiv verseuchtem Erdboden, den Säuberungstrupps abgegraben haben. Mitteleuropa blieb bislang von einer solchen Katastrophe verschont, doch die Gefahr ist angesichts der noch aktiven und stillgelegten Atomkraftwerke in unserer Westwindzone nicht gebannt. Dann würden solche Big-Bags vielleicht auch in der Südheide herumliegen. Wie das aussähe zeigt die BI – Südheide mit einer bundesweiten Fotoaktion der Umweltinitiative

.ausgestrahlt. Sie weist damit auf die Hermannsburger Mahnwache zum 7. Jahrestag der Havarie der Reaktoren von Fukushima hin. 

 

 

   

   

Big Bags vor dem Ludwig Harms Haus?

 

Big Bags  in der Heide?

 

BI-Aktive während der Fotoaktion


Jahresausklang 2017 - Klönabend der BI Südheide

 

 In gemütlicher Stimmung bei Kerzenschein, Punsch und Keksen wurde am    06. Dezember mit Fotos und Videos an die Ergeignisse des abgelaufenen Jahres 2017 wie z.B. den Mahnwachen, der Teilnahem an der Widerstandsparty in Gorleben und dem  Wiesenmähen erinnert. Im Anschluss folgte ein Kurzfilm zu Fukushima.

 

Der Klönabend schloss mit dem Vorlesen der weihnachtlichen Geschichte "Operation Fladenbrot" aus der CZ vom Vorjahr ab.

Die Bürgerinitiative Südheide e.V. wünscht ein frohes, besinnliches Fest und einen positiven Start ins neue Jahr.


"Bis es kracht - die strahlende Gegenwart" - Nachbericht

 

 

Bei der am 30. August gut besuchten Veranstaltung der BI-Südheide referierte Vorstandsmitglied David Bodammer über die Gefahren von aktiven, aber auch von bereits stillgelegten Kernreaktoren. An Beispielen schilderte er anschaulich, dass auch in Mitteleuropa immer die Gefahr einer Havarie besteht. Ursachen könnten Naturkatastrophen, menschliches Versagen, terroristische Anschläge und technisches Versagen, insbesondere durch Überalterung der Kernkraftwerke, sein.

 

Besonderes Augenmerk richtete Bodammer auf die Atommeiler in der krisengeschüttelten Ukraine, den an der Deutschen Grenze gelegenen, weltweit ältesten 1969 in Betrieb genommenen Reaktor in Beznau (CH) direkt, sowie die umstrittenen, pannenreichen Reaktoren in Tihange und Doel (Belgien), die trotz eindeutiger Untersuchungsergebnisse unter geschickter Ausnutzung rechtlicher Möglichkeiten seit Jahren dennoch Betriebsgenehmigungen erhalten.

Sein Blick auf die lückenhaften Katastrophenpläne in Deutschland im Falle eines radioaktiven Unfalls kamen in ihrer Logik einer Realsatire gleich. „Letztlich ist dies Szenario nicht beherrschbar.“, so Bodammer.

Um durch einen Atomunfall persönliche negative Folgen abzumildern, gab er allgemeine Tipps zu richtigen Verhaltensweisen und erläuterte darüber hinaus ausführlich den richtigen Umgang mit Jodtabletten. Damit werde insbesondere bei jungen Menschen das Risiko von Schilddrüsenkrebs vermindert. Dies sind auch die Erfahrungen des unabhängigen Instituts BELRAD in Weißrussland, das die BI-Südheide nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl bei dessen Hilfe für Menschen in den noch immer verstrahlten Gebieten unterstützt und für die am Ende der Veranstaltung gespendet wurde.
Im Anschluss des Vortrages stand Bodammer den Teilnehmern für deren Fragen Rede und Antwort.

 

Fotos(Misfeldt): David Bodammer beim Vortrag im Evangelischen Bildungszentrum  

 


BI wählt neuen Vorstand

 

Auf ihrer Mitgliederversammlung am 6. Juni hat die BI ihre Satzung aktualisiert.


Für die scheidenden Vorstands-mitglieder Uli Schenk und Andreas Weber wurden David Bodammer und Joachim Webel in den Vorstand gewählt. Peter Ottermann ist neuer Schriftführer.

 

 


BI auf der kulturellen Widerstandspartie

Große Resonanz fand die BI-Ausstellung auf der Kulturellen Widerstandsparie am 2. Juni 2017. Junge und ältere BesucherInnen interessierten sich für die Geschichte des Widerstands der kleinen Schwester-Initiative der BI-Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

 


40 Jahre Widerstand aus Verantwortung

BI- Ausstellung war anlässlich des 40. Jahrestag der Standortbenennung von Gorleben vom 20.2. bis zum 9. März 2017 im Kreishaus Lüchow zu den Öffnungszeiten zu sehen.

 


BI-Südheide unterstützt Schulprojekt in Malinowka (Weißrussland)

 Helfen auch Sie den verstrahlten Kindern von Malinowka

Anlässlich eines Informationstreffens trafen Mitglieder der BI-Südheide im November 2016 den Leiter des Institut BELRAD Alexej Nesterenko in Hannover. Bei diesem Treffen konnten wir Hilfe für ein Schulprojekt in Malinowka (Weißrussland) zusagen. So kann die Schule eine Messstelle zusammen mit Lehrer und Schülern weiter betreiben. "Gerade für die arme Bevölkerung ist es schwierig an radioaktiv weniger belastete Lebensmittel zu kommen, umso wichtiger ist die Messstelle für deren Gartenprodukte.", so Nesterenko.

Nesterenko-Hannover-Nov-2016

Die Bürgerinitiative unterstützt seit Jahren Projekte des Institut BELRAD. Auch für 2017 ist es das Ziel der BI-Südheide mit Spenden dieses nichtstaatliche Projekt weiter zu ermöglichen. "Auch wenn für viele Tschernobyl Geschichte ist, für die Menschen dort ist die Katastrophe noch nicht zu Ende.", werben die Teilnehmer um Unterstützer.
Spenden unter der IBAN DE66 2579 1635 0007 2923 01 bei der Volksbank Celle sind steuerlich abzugsfähig. Mehr Informationen gibt es hier.


 

BI Südheide, Postfach 1181, 29314 Hermannsburg | info@bi-suedheide.de