"Bis es kracht - die strahlende Gegenwart" - Nachbericht

 

 

HERMANNSBURG

 

Bei der am 30. August gut besuchten Veranstaltung der BI-Südheide referierte Vorstandsmitglied David Bodammer über die Gefahren von aktiven, aber auch von bereits stillgelegten Kernreaktoren. An Beispielen schilderte er anschaulich, dass auch in Mitteleuropa immer die Gefahr einer Havarie besteht. Ursachen könnten Naturkatastrophen, menschliches Versagen, terroristische Anschläge und technisches Versagen, insbesondere durch Überalterung der Kernkraftwerke, sein.

Besonderes Augenmerk richtete Bodammer auf die Atommeiler in der krisengeschüttelten Ukraine, den an der Deutschen Grenze gelegenen, weltweit ältesten 1969 in Betrieb genommenen Reaktor in Beznau (CH) direkt, sowie die umstrittenen, pannenreichen Reaktoren in Tihange und Doel (Belgien), die trotz eindeutiger Untersuchungsergebnisse unter geschickter Ausnutzung rechtlicher Möglichkeiten seit Jahren dennoch Betriebsgenehmigungen erhalten.

Sein Blick auf die lückenhaften Katastrophenpläne in Deutschland im Falle eines radioaktiven Unfalls kamen in ihrer Logik einer Realsatire gleich. „Letztlich ist dies Szenario nicht beherrschbar.“, so Bodammer.

Um durch einen Atomunfall persönliche negative Folgen abzumildern, gab er allgemeine Tipps zu richtigen Verhaltensweisen und erläuterte darüber hinaus ausführlich den richtigen Umgang mit Jodtabletten. Damit werde insbesondere bei jungen Menschen das Risiko von Schilddrüsenkrebs vermindert. Dies sind auch die Erfahrungen des unabhängigen Instituts BELRAD in Weißrussland, das die BI-Südheide nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl bei dessen Hilfe für Menschen in den noch immer verstrahlten Gebieten unterstützt und für die am Ende der Veranstaltung gespendet wurde.
Im Anschluss des Vortrages stand Bodammer den Teilnehmern für deren Fragen Rede und Antwort.

 

Fotos(Torsten Misfeldt): David Bodammer beim Vortrag im Evangelischen Bildungszentrum  

 


BI wählt neuen Vorstand

 

Auf ihrer Mitgliederversammlung am 6. Juni hat die BI ihre Satzung aktualisiert.


Für die scheidenden Vorstands-mitglieder Uli Schenk und Andreas Weber wurden David Bodammer und Joachim Webel in den Vorstand gewählt. Peter Ottermann ist neuer Schriftführer.

 

 


BI auf der kulturellen Widerstandspartie

Große Resonanz fand die BI-Ausstellung auf der Kulturellen Widerstandsparie am 2. Juni 2017. Junge und ältere BesucherInnen interessierten sich für die Geschichte des Widerstands der kleinen Schwester-Initiative der BI-Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V..

 

 


40 Jahre Widerstand aus Verantwortung

BI- Ausstellung war anlässlich des 40. Jahrestag der Standortbenennung von Gorleben vom 20.2. bis zum 9. März 2017 im Kreishaus Lüchow zu den Öffnungszeiten zu sehen.

 


BI-Südheide unterstützt Schulprojekt in Malinowka (Weißrussland)

 Helfen auch Sie den verstrahlten Kindern von Malinowka

Anlässlich eines Informationstreffens trafen Mitglieder der BI-Südheide im November 2016 den Leiter des Institut BELRAD Alexej Nesterenko in Hannover. Bei diesem Treffen konnten wir Hilfe für ein Schulprojekt in Malinowka (Weißrussland) zusagen. So kann die Schule eine Messstelle zusammen mit Lehrer und Schülern weiter betreiben. "Gerade für die arme Bevölkerung ist es schwierig an radioaktiv weniger belastete Lebensmittel zu kommen, umso wichtiger ist die Messstelle für deren Gartenprodukte.", so Nesterenko.

Nesterenko-Hannover-Nov-2016

Die Bürgerinitiative unterstützt seit Jahren Projekte des Institut BELRAD. Auch für 2017 ist es das Ziel der BI-Südheide mit Spenden dieses nichtstaatliche Projekt weiter zu ermöglichen. "Auch wenn für viele Tschernobyl Geschichte ist, für die Menschen dort ist die Katastrophe noch nicht zu Ende.", werben die Teilnehmer um Unterstützer.
Spenden unter der IBAN DE66 2579 1635 0007 2923 01 bei der Volksbank Celle sind steuerlich abzugsfähig. Mehr Informationen gibt es hier.


 

BI Südheide, Postfach 1181, 29314 Hermannsburg | info@bi-suedheide.de