Aktivitäten der BI

Auf dieser Seite archivieren wir Berichte und Fotos unserer Aktivitäten

Themen:  Pro Regenerative Energie  Anti-Atom  Naturschutz

 

 Pro-Regenerative Energie

Schon früh wandten sich BI Mitglieder nicht nur energisch gegen die Kernenergienutzung, sondern suchten nach alternativen Energien......weiterlesen

 

 

 

 


Hermannsburg, 01.06.16

Vortrag zu atompolitischen Themen von Jochen Stay bei der Bürgerinitiative Südheide

Jochen Stay, Sprecher von „.ausgestrahlt“, der bundesweit zentralen Organisation für Initiativen und Vereine, die sich kritisch mit der Nutzung und den Folgen der Atomkraft beschäftigen, sprach kürzlich vor interessierten Gästen auf der Mitgliederversammlung der „Bürgerinitiative Südheide“.

Dieser Verein ist aus dem Engagement hunderter Bürger der Südheide vor genau 40 Jahren entstanden, um 1976 ein geplantes Atommüllendlager und eine Wiederaufbereitungsanlage für Atommüll bei Lutterloh in der Südheide zu verhindern.

„Bis 2022, wenn der letzte deutsche Atommeiler vom Netz gehen wird, fallen immer noch Unmengen an Atommüll an, für dessen sicheren Verbleib in den nächsten Jahrtausenden gesorgt werden muss“, so Stay. Außerdem bestehe bis dahin immer noch das seit Tschernobyl und Fukushima nicht mehr nur als „theoretisch“ dahingestellte, sondern das real eingetretene „Restrisiko“ einer schweren Atomkatastrophe in Deutschland.

Rückblickend auf die beiden großen Atomkatastrophen 1986 und 2011 stellte Stay fest: „Es hätte noch viel schlimmer kommen können: Wenn z. B. in Fukushima der Wind die Hauptbelastung des Fallouts nach Süden verfrachtet hätte, wäre der Großraum Tokio und damit wohl eine der bedeutenden Wirtschaftsmächte der Welt, Japan, kollabiert.“

Die von der Bundesregierung und den Atomkonzernen kürzlich getroffene Vereinbarung zur Kostenübernahme bei dem Rückbau und der Entsorgung der Atomreaktoren verurteilte Stay scharf: „ Die Kosten werden damit auf die Allgemeinheit und damit alle Bürger verteilt, also sozialisiert, während die späteren Gewinne der Konzerne unangetastet bleiben, damit privatisiert werden.“

Außerdem wies der Redner nach, dass die bisherigen offiziellen Kostenberechnungen weit unter den tatsächlich zu erwartenden Kosten liegen, wodurch weitere, hohe finanzielle Belastungen auf alle Bürger bis zum Ende dieses Jahrhunderts unvermeidbar sind. Stay kritisierte zudem die im öffentlichen Raum verwendete, aus seiner Sicht irreführende Begrifflichkeit „Kosten des Atomausstieges“, letztlich handele es sich bei den Kosten um solche, die durch den Einstieg in die Atomkraft und deren Nutzung seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts anfielen.

Zuletzt rief er angesichts der Empfehlungen für die Endlagersuche, die im Sommer eine Kommission bekanntgeben wird, alle Anwesenden und die Öffentlichkeit auf, wachsam und kritisch zu bleiben. „ Möglicherweise werden dann wieder Orte ins Spiel gebracht, die auch schon in den 70er Jahren einmal auf dem Tisch lagen“, so Stay.

Jochen Stay (Mitte) und der Vorstand der BI-Südheide e.V., Foto: J.Eggers, Text: A.Weber

 


Tschernobyl Mahnwache 26.April 2016


 Anti-Atom

Eine katastrophale Nacht: Seminar, Konzert und Lesung

Die Bürgerinitiative Südheide lädt zum 29. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe zu einer Tschernobyl-Nacht mit Musik und Literatur, Workshop (von 17.00 -19.30 Uhr) und Suppe nach Hannover ein. Neben einem Vortrag, Filmausschnitten und Berichten anderer Teilnehmer wird das Vorstandsmitglied Johanna Ottermann Bilder von Ihren Besuchen in Weißrussland zeigen. Veranstalter ist die Jugendumweltorganisation JANUN e.V. in Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen. Die BI Südheide bietet eine Mitfahrgelegenheit nach Absprache an unter Tel: 05052-3278.

Ab 22.30 Uhr bis in den Morgen wird gemeinsam das Buch "Tschernobyl" von Svetlana Aleksievitch gelesen, musikalisch begleitet von Sergei Kurek (Gomel/Berlin) (Jazzgitarre & Gesang) und Andrej Steinke (Gitarre & Gesang) (Berlin). Die Teilnahme am Workshop und der Lesung ist kostenlos, Konzerteintritt 0 - 5 Euro nach Selbsteinschätzung.

Programmheft hier

 

Mahnwache in Hermannsburg anläßlich des 29. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am Montag, dem 27. April 2015, von 17 Uhr bis 17:30 Uhr an der Celler Straße / Ecke Bahnhofstraße.

Logo Fukushima-MahnwaacheMit einer Mahnwache in Hermannsburg hat die BI Südheide an den Super-GAU in Japan vor vier Jahren und seine Folgen erinnert.
Die Heimat Hunderttausender ist weiterhin verstrahlt, tonnenweise stehen schwarze Säcke mit kontaminierter Erde rund um das AKW Fukushima, täglich werden Meerwasser und Luft mit neuer Radioaktivität belastet. Wie in Tschernobyl erkranken mehr und mehr Kinder und Jugendliche an Schilddrüsenkrebs.
Anlässlich der Mahnwachen protestiert die BI gegen den Weiterbetrieb von derzeit noch neun Atomkraftwerken in Deutschland. Zudem macht sie auf die weiterhin ungelöste Entsorgungsfrage in Sachen Atommüll aufmerksam. "Die Stromkonzerne haben über Jahrzehnte Milliarden Euro mit Atomstrom verdient. Jetzt wollen sie die Kostenrisiken für AKW-Abriss und Lagerung des Atomülls auf die Gesellschaft abwälzen", so die Bürgerinitiative Südheide. Fukushima-Mahnwache-2015

 

Filmabend: "Das Ding am Deich"

4. Juni 2014: 19:30 Uhr Filmabend: „Das Ding am Deich“

In diesem Dokumentarfilm geht es um Menschen, die sich seit den Planungen in den 70er-Jahren gegen den Bau des Atomkraftwerks in Brokdorf aufgelehnt haben. Es waren Menschen, die sich selbst als „brave“ oder „normale“ Bürger empfanden und doch mit Vehemenz und Beharrlichkeit darauf bestanden, Recht zu haben mit ihren Zweifeln an der Sicherheit der Atomkraftwerke und der Lösbarkeit des Müllproblems. Die „Brokdorf-Erfahrung“ hatte viele Lebenswege auf ganz unterschiedliche Weise geprägt.

Die Filmemacherin Antje Hubert schreibt dazu:

„Als wir im Januar 2010 mit den Dreharbeiten in der Wilstermarsch anfingen, war die öffentliche Erinnerung an Tschernobyl verblasst...Doch dann wird die Geschichte von der Gegenwart auf eine Weise eingeholt, die niemand erwartet hätte: Zuerst beschließt die Bundesregierung längere Laufzeiten für alle AKW, nur wenig später bebt in Japan die Erde ...“

Der mit dem Förderpreis der DEFA-Stiftung 2012 ausgezeichnete 96-minütige Kinofilm wird von der Jury wie folgt beschrieben:
„Die Regisseurin begleitet die engagierten, liebenswerten Protagonisten in ihren Erinnerungen und aktuellen Protestaktionen. Damit zeichnet sie sensibel und hoch emotional ein Stück Lebensweg, der durch den beharrlichen Kampf um Demokratie und Mitbestimmung geprägt ist.
Die kontinuierliche Dokumentation über diesen langen Zeitraum sowie die Fülle an Archivmaterial und Zeitzeugengesprächen machen den Film zu einem in dieser Art einmaligem Zeitzeugendokument der jüngeren deutschen Geschichte.“

Außerdem erhielt der Film den Preis der Deutschen Filmkritik als Bester Dokumentarfilm 2012.

Die BI- Südheide freut sich besonders, dass die aus Müden stammende Regisseurin Antje Hubert an diesem Abend persönlich anwesend sein wird.&xnbsp; In den 70er Jahren war sie als Kind mit ihrem Vater in Lutterloh auf ihrer ersten Demo gegen die geplante Anlage zur Wiederaufbereitung.

Weitere Links:
www.dasdingamdeich.de
      

 

Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!

Hermannsburg. Unter dem Motto "Fukushima mahnt" versammelten sich anlässlich des 3. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima an 240 Standorten in Deutschland Menschen zu Mahnwachen. In Hermannsburg erinnerte die BI-Südheide daran, dass die Freisetzung von radioaktiven Stoffen in den Reaktoren noch nicht gestoppt sei. "Im Gegensatz zum Tsunami ist die nukleare Kathastrophe noch lange nicht vorbei." so ein BI-Sprecher. Auch in Deutschland, dem zweitgrößten Atomstromproduzenten in Europa, geht von den 9 noch betriebenen Reaktoren und einigen stillgelegten weiterhin eine Gefahr für die Bevölkerung aus. Gleichzeitig wird der erfolgreiche Weg hin zu einer dezentralen, erneuerbaren Energieversorgung von der Regierung ausgebremst. Daher lädt die BI zur Großkundgebung am 22. März in Hannover ein um die Energiewende politisch voranzutreiben.

Bild: BI-Südheide Mahnwache am 10.3.2014 in Hermannsburg

 

Energiewende darf nicht kentern

Großdemo am 10. Mai 2014 in Berlin

Warum ist die Demo wichtig?

Die Große Koalition zeigt wenig Interesse sich zügig von Kohle- und Atom- Energie zu verabschieden und die Chancen der Energiewende zu nutzen. Dabei ist eine dezentrale, 100%-erneuerbare Energieversorgung für unsere Zukunft und die der folgenden Generationen viel schneller möglich und sichert zudem Arbeitsplätze in Mitteleuropas mittelständigen Unternehmen. Die Zeit der großen Energieversorger ist abgelaufen. Sie produzieren nur 5% der in Deutschland erzeugten regenerativen Energie und belassen uns weiterhin in der Abhängigkeit vom Import fossiler und nuklearer Brennstoffe.

Mit der Groko droht die Energiewende zu kentern.

  • Umweltminsiter Gabriel möchte den Eigenbedarf von Solarstrom bei Privatverbrauchern besteuern, jedoch Unternehmen, die selbst Strom erzeugen, subventionieren.
  • Der Anteil der kostengünstigen Windenergie soll begrenzt werden; dafür sollen Kohlekraftwerke neu gebaut werden bzw. länger laufen.
  • Höchstspannungsleitungen sollen gebaut werden. Sie sind eher geeignet Großkraftwerke miteinander zu verbinden. Anreize zum Ausbau von Energiespeichen sucht man vergeblich. Sie sind aber notwendig, um Wind und Sonne in einem dezentralen Netz 100% zu nutzen.
  • Die Atomkraftwerke sollen weiterhin ab 2017 von der Brennelemente-Steuer befreit werden.
  • Mit Hermes-Bürgschaften fördert die Bundesrepublik wieder Neubauten von AKWs im Ausland.
  • ....

Bevor sich die Regierenden vollständig den Lobbyisten hingeben muss der "Druck der Straße" am 10. Mai unüberhörbar werden.

 

BI fährt nach Berlin - 30.November 2013

Am Sonnabend, den 30. November 2013 um 7:22 Uhr fährt unser Zug vom Bahnhof Unterlüß. Wir fahren mit Wochenendtickets im Nahverkehr. Ankunft in Berlin um 12:00 Uhr. Abfahrt ab Berlin 16:02 ; Ankunft Unterlüß 19:29.
Zur besseren Planung und zur Koordinierung der Anfahrt zum Bahnhof mit dem PKW bitte bei uns melden.

Während entfesselte Naturgewalten nicht nur auf den Philippinen Menschen und Ernten vernichten sorgen sich die global Player der Wirtschaft um ihre kurzfristigen Gewinne.
Dabei ist die Energiewende eine riesige Chance, beim Klimaschutz ernst zu machen, sich aus dem Atomkraft- und Kohle- Zeitalter zu verabschieden.

Werden bei den Koalitionsverhandlungen die Chancen für eine, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Energieversorgung in Bürgerhand verspielt?
Setzen wir unsere Stimme lautstark als Gegengewicht zur Lobbyarbeit von Eon, RWE, Vattenfall und Co. ein. Es ist an der Zeit, dass wir Bürger/innen auf die Straße gehen damit die Regierung spürt, was es bedeutet „Volksvertretung" zu sein und sie die Energiewende gegen die Konzerne durchsetzen.

Gelingt dies, so kann es zum Vorbild für andere Staaten werden. Und zum hoffnungsvollen Signal an die Länder des Südens, die bisher unter den Folgen deutscher Energiepolitik zu leiden haben.

Konkret bedeutet dies:

  • Die Atomanlagen müssen jetzt abgeschaltet werden und nicht erst 2022.

  • Statt neue Kohlekraftwerke zu bauen müssen die alten nach und nach vom Netz gehen, Braunkohle-Tagebaue beendet und die unterirdische CO2-Speicherung (CCS) verhindert werden.

  • Gasförderung per Fracking gehört ausnahmslos verboten.

  • Mit Energiesparen und Energieeffizienz muss ernst gemacht werden.

  • Wir müssen auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umsteigen - dezentral und in Hand der Bürger/innen.

  • Die Kosten der Energiewende gehören fair und sozial gerecht verteilt. Ausnahmen für energieintensive Betriebe bei der EEG-Umlage müssen massiv reduziert werden.

 

Lesung anlässlich der Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013 an Swetlana Alexijewitsch

Das Ludwig-Harms-Haus lädt zu einer Lesung von Texten von Swetlana Alexijewitsch ein. Nach einer Einleitung durch Dr. Albrecht Schack lesen Mitglieder der BI Südheide u.a. aus dem Buch „Tschernobyl - eine Chronik der Zukunft“. Freitag, 11. Oktober 2013, um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: „Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2013 an Swetlana Alexijewitsch und ehrt damit die weißrussische Schriftstellerin, die die Lebenswelten ihrer Mitmenschen aus Weißrussland, Russland und der Ukraine nachzeichnet und in Demut und Großzügigkeit deren Leid und deren Leidenschaften Ausdruck verleiht. Mit den Berichten über Tschernobyl, über den sowjetischen Afghanistankrieg und über die unerfüllten Hoffnungen auf ein freiheitliches Land nach dem Auseinanderbrechen des Sowjetimperiums lässt sie in der tragischen Chronik der Menschen einen Grundstrom existentieller Enttäuschungen spürbar werden.“

Mehr unter http://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/445651/?mid=626350

 

Bei der Eröffnung der Fotoausstellung "Was wäre wenn ..? " stellte T. Misfeldt von der Bürgerinitiative Südheide in Hermannsburg kürzlich die Risiken für die Bevölkerung durch einen Atomunfall in Mitteleuropa heraus. "Die Fotos des Fotografen Alexander Neureuther über die Zerstörungen in Tschernobyl, denen er Aufnahmen aus der Umgebung von Atomkraftwerken in Norddeutschland gegenüberstellt, machen das unsichtbare Damoklesschwert Atomkraft spürbar", so Misfeldt. Er hob in diesem Zusammenhang hervor, dass der Katastrophenschutz nur unzureichend auf einen solchen Atomunfall und seine Folgen vorbereitet sei. "Einer Atomkatastrophe ist nicht durch lokale oder regionale Katastrophenschutzpläne zu begegnen, da ihre Auswirkungen nicht an Kreis- oder Landesgrenzen Halt machen", erklärte Misfeldt. Auch würden die Kosten eines solchen Atomunfalles keine Versicherung tragen, somit müsste wieder der Staat die Kosten - genauso wie bei der Endlagerung des Atommülls - übernehmen. "Atomkraft ist verdammt teuer, nur spüren wir das nicht mit unseren Stromrechnungen", betonte Misfeldt. Die Fotoausstellung über die verheerenden Auswirkungen eines Atomunfalls ist in der Zeit bis zum 8. September an Werktagen zwischen 15 und 18 Uhr sowie am Sonntag von 12 bis 18 Uhr in der Celler Straße 1 in Hermannsburg zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

„Was wäre, wenn ...“ - 70 fotografische Gegenüberstellungen von Alexander Neureuter

Seit Oktober 2012 ist diese Fotoausstellung zur Atomkraft „Was wäre, wenn ... “ in Norddeutschland auf Tour. In 70 berührenden Fotografien aus Brokdorf und Tschernobyl zeigt sie eindrücklich, welche Auswirkungen ein schwerer Atomunfall im AKW Brokdorf auf die Region haben könnte. Ein Brokdorf-GAU wäre keine lokale Angelegenheit. Der Super-GAU in Tschernobyl vor 27 Jahren ist hier schon fast vergessene Realität, doch die Menschen in den betroffenen Gebieten spüren heute noch die Auswirkungen der Katastrophe.

Der Umweltjournalist und Fotograf Alexander Neureuter aus Gatow hatte in seiner Fotoausstellung „So lang's noch nicht zu spät ist“ gezeigt, wie es heute rund um Tschernobyl aussieht. Er führte die Folgen eines Super-GAU vor Augen.

In der neuen Ausstellung werden den Tschernobyl-Motiven jeweils vergleichbare Szenen aus Norddeutschland gegenüber gestellt. Die zentrale Botschaft der insgesamt 70 Bilder lautet: Das AKW Brokdorf ist weiterhin am Netz und stellt ein fast vergessenes Gefährdungspotential dar. Bei einer Havarie mit Nuklidfreisetzung werden ungeahnt große Flächen im dicht besiedelten Europa kontaminiert und dauerhaft unbewohnbar sein.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Samstag, dem 31. August 2013, um 15 Uhr in der Celler Str. 1 (früher Schlecker) in Hermannsburg. Geöffnet ist sie vom 1. bis 8. September 2013, sonntags 12 bis 18 Uhr, und Montag bis Samstag von 15 bis 18 Uhr. Sonderführungen für Schulklassen sind möglich.

 

BI-Delegation trifft Alexej Nesterenko am 04. April 2013 in Hannover

Auch 27 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind die Folgen immer noch schwerwiegend. Wer den Ausführungen von Dr. Alexej Nesterenko (Leiter des Institut für Strahlensicherheit Belrad in Weißrussland) folgte, erhielt eine Ahnung davon, was den Menschen um Fukushima noch bevorsteht.

Nesterenko war mit einer Delegation auf Einladung des Jugend und Umweltbüro (JANUN e. V.) nach Hannover angereist. In einem Gespräch mit Förderern aus ganz Deutschland, zu denen seit Jahren auch die BI-Südheide zählt, berichtete er über die aktuelle Situation der Menschen in den noch immer verstrahlten Gebieten Weißrusslands. Sehr viele der 350 im Jahre 1995 noch unabhängigen Messstellen sind verstaatlicht worden. Das Institut hält nur noch 9 Messzentren aufrecht und besucht die Schulen jetzt verstärkt mit mobilen Laboren in Kleinlastern.

Erfreulicherweise konnte Alexej uns berichten, dass die von uns unterstützte Schule im Polessje eine sehr engagierte Schulleitung mit Radiometristen hat. Eine Generation nach der Katastrophe stößt gerade unter den Kindern Aufklärung und Schulung auf großes Interesse, da ihre Eltern oft aus Resignation die Fragen nach deren Zukunft verdrängen.

Nach der nuklearen Katastrophe in Fukushima hat das Institut Belrad sehr viele Anfragen aus Japan erhalten. Nesterenko konnte die langjährige Erfahrung des Institut Belrad während mehrerer Besuche in Japan weitergeben. Unglaublich fand er, wie in dem hochtechnisierten Land die betroffene Bevölkerung durch offizielle Desinformationen über die wahren Verhältnisse getäuscht wird. So berichtete er von öffentlichen Messstationen, die offensichtlich zu geringe Strahlenwerte anzeigten und unrealistischen Versprechungen, die Menschen könnten in wenigen Jahren wieder in die verstrahlten Gebiete zurückkehren. Dies übertreffe, so Nesterenko, sogar die Informationspolitik der damaligen Sowjetunion. Bleibt zu hoffen, dass in Deutschland und weltweit der Ausstieg aus der Kernenergie gelingt, bevor es zu weiteren Katastrophen kommt.

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Der Jahrestag nach Fukushima, die erheblichen Unzulänglichkeiten von Evakuierungsmaßnahmen bei einer kerntechnischen Katastrophe hierzulande, sowie eine desolate wirtschafts- und menschen-feindliche Energiepolitik der Bundesregierung haben uns wieder auf die Straße getrieben.

Am 9. März 2013 haben zahlreiche Organisationen zum bundesweiten Aktionstag aufgerufen.

Die BI beteiligte sich an der Aktion - und Menschenkette in einer "Evakuierungszone" ca. 40 bis 60km rund um das AKW Grohnde. Von 12:05 bis 12:50 Uhr war Kettenschluss.

mehr Information unter : http://www.grohnde-kampagne.de/

 

 

 

05.12.2012: Lennart Müller berichtete von seiner Japanreise mit Besuchen in Tokio, Hiroshima und Fukushima

Die Bürgerinitiative (BI) Südheide hatte zu ihrem diesjährigen Klönabend den Pressesprecher der BI Lüchow-Dannenberg, Lennart Müller, nach Hermannsburg eingeladen. Er berichtete in einem sehr bewegenden Vortrag von seinem Besuch in Japan. Müller traf Vertreter der größten Anti-Atom-Organisation Japans NAZEN (No Nukes Zenkoku Network) und reiste nach dem Besuch Hiroshimas auch in den Nordosten, in die Präfektur Fukushima, wo im März 2011 drei der sechs Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi infolge eines Erdbebens explodierten. Einer der Reaktoren befindet sich noch immer in einem höchst kritischen Zustand. Weite Bereiche zu Land und zu Wasser sind verstrahlt.

Die Folgen der Strahlenbelastung immer deutlicher. Viele Menschen klagen über typische Symptome, die infolge radioaktiver Verseuchung auftreten: Nasenbluten, extreme Müdigkeit und Schmerzen in den Knochen. Über 30 Prozent der untersuchten 4000 Kinder zeigten auffällige Veränderungen an der Schilddrüse. Doch Hilfe können sie nicht erwarten. Die Regierung leugnet einen Zusammenhang mit der Katastrophe von Fukushima, und die Ürzteschaft spielt zum größten Teil mit, weil sie sich traditionell der Regierung verpflichtet fühlt.

Einer der führenden Professoren an der Fukushima Medical University behauptet sogar, selbst 100 Mikrosievert pro Jahr (das Hundertfache der in Deutschland akzeptierten Belastung) wären überhaupt kein Problem und gegen die Folgen von Strahlung würde stetiges Lächeln helfen. Die japanische Regierung hat schon vor einiger Zeit verkündet: "Die Katastrophe von Fukushima ist beendet." Die Region Fukushima, zu deutsch "Insel des Glücks", wird auf nicht absehbare Zeit unbewohnbar sein. Immer öfter wird von Betroffenen berichtet, die sich in dieser Lage das Leben nehmen. Wer öffentlich protestiert, riskiert seinen Arbeitsplatz. Flucht aus der Region wird als unsolidarisch geächtet.

Doch es gibt auch Hoffnung. Immer mehr Japaner begreifen das falsche Spiel der Regierenden, werden aktiv und bilden Netzwerke, um sich auf eigene Faust zu informieren. Sie haben die "Mütter von Fukushima" gegründet, eine Organisation, die sich vor allem für Kinder einsetzt. Anfang August 2012 wurde die Gründung eines unabhängigen Gesundheitszentrums bekannt gegeben. Dies ist extrem wichtig, da viele Kliniken auf Linie sind mit der Regierung und den Verantwortlichen beim Tepco und es keinerlei Hilfe oder ärztliche Behandlung für verstrahlte Menschen gibt. Mutige Ürzte haben sich bereit erklärt, dort abwechselnd und ehrenamtlich arbeiten. In dem Zentrum sollen Menschen nicht nur echte medizinische Untersuchungen und Versorgung bekommen, auch bei der Suche nach einer neuen Arbeit, einer neuen Wohnung oder bei dem Wunsch, die Region zu verlassen, soll geholfen werden.

Lennart Müller bat statt einer Fahrtkostenerstattung um Spenden für dieses Projekt, das von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (www.bi-luechow-dannenberg.de) unterstützt wird. Die Anwesenden waren sehr bewegt von diesem Reisebericht, der die schlimmen Erfahrungen in Weißrußland nach der Katastrophe von Tschernobyl noch übertraf. Nur 26 Jahre danach hat die Welt auf erschütternde Weise erneut erfahren müssen, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist und die Wissenschaft mit ihrer Prognose, ein solcher Unfall würde nur alle 100.000 Jahre wahrscheinlich sein, falsch lag. Umso mehr setzt sich die Bürgerinitiative Südheide (www.bi-suedheide.de) für einen wirklich schnellen Ausstieg aus der Atomenergie ein.

 

Rette sich, wer kann!

Im Rahmen der Aktionswoche zum Katastrophenschutz vom 5. bis 11. November haben wir eine&xnbsp;Mahnwache, am Montag, dem 5. November 2012 in Hermannsburg abgehalten.

 

Infotafel-Erneuerung

Die Bürgerinitiative Südheide hat im Jahr 2012 ihre Infotafel am Schröderhofer Weg bei Lutterloh erneuert. Vor gut zehn Jahren war diese dort zum Gedenken an 25 Jahre Widerstand gegen Atomenergie-Nutzung aufgestellt worden. Mit Fukushima und der Energiewende haben die alten Argumente neue Brisanz gewonnen. Und weil sowieso eine Renovierung anstand, wurde nun auch der Text aktualisiert. Wanderer oder Radfahrer, die auf dem Weg zum Jugendwaldheim Siedenholz vorbeikommen, werden hier auf das allgegenwärtige Problem mit der Atomenergie aufmerksam gemacht.

 

Ausstieg ohne Hintertür!

Ich bin doch kein Atombürger!

Mehr Infos unter www.urgewald.de

Download PDF-Datei: Atombürger-Plakat

 

 

 

Gemeinsame Fahrten zu Demos wie z.B. am 28. April 2012 nach Gorleben

Endlagersuche: Weiße Landkarte mit schwarzem Fleck, Gorleben muss vom Tisch!

Abfahrt um 11 Uhr am Auteriver Platz in Fahrgemeinschaften.
Bitte möglichst anmelden! demo@bi-suedheide.de

Unseren Aufruf als pdf-Datei können Sie hier downloaden.

 

 

Zwischen Fukushima und Tschernobyl:Tschernobyl zeigt, was Fukushima noch bevorsteht. Im März und April 2012 fanden in Hermannsburg Mahnwachen statt, in denen die BI-Südheide einen Ausstieg ohne Hintertür forderte. Jeden Montag bis zum 23. April trafen sich in der Celler Straße (Ecke Bahnhofstraße) von 18 bis 18:30 Uhr engagierte Bürger/innen zu einer Menschenkette. Die Teilnehmer warben für einen "Ausstieg ohne Hintertür".Dabei geht es um Bürgschaften der Bundesrepublik Deutschland für Atomtechnische Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland. So steht u.a. eine Bürgschaft über1,3 Mrd € für den Bau eines hoch riskanten AKW in Brasilien kurz vor dem Vertragsabschluss.Mit einer Postkartenaktion wurden Abgeordnete auf diese Hintertür aufmerksam gemacht. Die Energiewende darf nicht platzen!

 

 

 

Hier zwei Fotos der 3. Mahnwache am Montag, dem 26. März 2012

 

 

 

Jahrestag Fukushima: Über 10.000 Kraniche für Japan!

Die BI Südheide hat sich mit 30 Kranichen an dieser Aktion des BUND beteiligt.

Am 11. März 2012 jährte sich die Natur- und Reaktorkatastrophe von Fukushima. Unser Bundesvorsitzender Hubert Weiger wurde von Friends of the Earth Japan eingeladen, diesen Jahrestag gemeinsam zu begehen.

Um 1.000 gebeten, über 10.000 erhalten! Als Gast sollte man nie in mit leeren Händen kommen. Deshalb hatten wir zur Mitmach-Aktion "1.000 Kraniche für Japan" aufgerufen. Bis zum Einsendeschluss am 1. März haben wir über 10.000 Kraniche erhalten, in allen Größen, Formen und Farben. Vielen Dank dafür! Wir schicken die Kraniche nach Japan, dort wird Hubert Weiger sie zum Jahrestag der Atom-Katastrophe übergeben.

Der Kranich steht in Japan für Glück und Gesundheit, wenn man ihn verschenkt. Seit dem zweiten Weltkrieg ist er auch ein Symbol der Anti-Atomkraft-Bewegung. Mit über 10.000 Kranichen setzen wir gemeinsam mit Ihnen ein deutliches Zeichen gegen Atomkraft!

 


  Naturschutz

Feuchtwiesenpflege - Im Spätsommer treffen wir uns 4-5 mal um gepachtete Flächen an der Örzte zu Mähen. Das Mähen dieser Wiesen dient dazu, dass geschützte Pflanzen und Tiere sich wieder ungehindert ausbreiten können weiterlesen...

Mähtermine für 2013: 05.10., 12.10.,26.10. und 9.11.(Bahnhofswiese). Welche Wiese bei den ersten drei Terminen gemäht wird ist noch unklar.

Im März 2012 & 2013 haben wir zur Teilnahme an der wwf-Earthhour aufgerufen.

23. Februar 2013 - Hermannsburg. Die Bürgerinitiative Südheide hat auf einer Örtzewiese in Hermannsburg junge Kopfweiden zum ersten Mal geschneitelt. Diese Ableger von alten Kopfweiden aus Bonstorf würden ohne diesen Schnitt in den Himmel wachsen, kopflastig werden, den Halt verlieren und auseinander brechen oder beim ernsten Herbststurm umfallen. Nach regelmäßigem Schnitt entwickeln sich in ihnen Höhlen für Steinkäuze, Bachstelzen, Gartenrotschwänze u.a. Höhlenbrüter und Mulm für zahllose Insektenarten. Alleine über hundert Käferarten wie der seltene Muschusbock finden dort Unterschlupf. Bei leichtem Schneetreiben war dieser Arbeitseinsatz ein besonderes Wintererlebnis. Zum Abschluss gab es Kaffee und Kuchen.

     
 
 
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