Unterstützer gesucht

Die Bürgerinitiative Südheide e.V. in Hermannsburg unterstützt Kinder in der verstrahlten Zone in Weißrussland.

Wir wollen den Menschen in den verstrahlten Gebieten in Weißrußland zeigen, dass sie nicht vergessen sind und Kindern auf der Grundlage von Strahlenmessungen angemessene medizinische Versorgung gewährleisten. So werden in diesem Jahr 90 Kinder in Polessje und einige Kinder in Malinkowa halbjährlich untersucht und mit einem Pektin- und Vitaminpräparat versorgt.

Das können wir nur mit Ihrer Unterstützung. Verlässliche monatliche oder jährlicheBeträge sind eine große Hilfe. Die Förderung eines Kinder kostet jährlich 20 €.

Kinder in Weißrußland

Nein, es gibt keine Hilfe, wenn man jeden Tag verstrahlte Nahrung zu sich nehmen muss. Denn wenn es so einfach wäre, dann könnten wir weiterhin immer fröhlich Atomkraftwerke bauen, und wenn dann mal was passiert: Macht ja nichts, wir werfen einfach ein paar Tabletten ein und machen weiter, wie bisher.

Es gibt allerdings Mittel, die helfen, wenigstens vorübergehend die Strahlenbelastung zu senken. Und wenn man das konsequent und ausdauernd genug macht, dann kann aus einem gefährdeten Kind durchaus ein Erwachsener werden, der nur geringere Einschränkungen hat.

Zu diesen Mitteln gehört das Pektin. Es ist in jedem Apfel enthalten. Pektin in größeren Mengen hat die Eigenschaft, Schwermetalle zu binden. Cäsium gehört zu diesen Schwermetallen. Pektin bindet das Cäsium an sich und wird mit diesem ausgeschieden. Es kann auch teilweise schon eingelagertes Cäsium lösen. Und auf dieser Basis funktioniert das Vitapekt.

Wie Äpfel den Kindern von Tschernobyl helfen (PDF 1,4 MB)

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Flyer Strahlenmessung (PDF 1,7 MB)

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Jedes Kind, das mit diesen Pektinen regelmäßig versorgt wird, hat die Chance, ein (fast) gesunder Erwachsener zu werden. Die weißrussischen Kinder in der verstrahlten Zone brauchen diese Hilfe, weil sie jeden Tag verstrahlte Nahrung zu sich nehmen. Wenn für einige Zeit im Jahr diese Strahlung im Körper gesenkt werden kann, dann ist das ein Geschenk an dieses Kind, denn dann kann sich der Körper erholen.

Und warum essen die Kinder verstrahlte Nahrung? Weil es nicht genügend Messstellen gibt, weil man die Strahlung nicht sehn kann und auch nicht schmecken, weil die eine Ecke des Gartens mit Strahlen belastet sein kann und die andere nicht.

Nein, es gibt keine Allheilmittel, wenn man jeden Tag verstrahlte Nahrung zu sich nehmen muss, aber es gibt kleine Hilfen, die wir leisten können, damit die tägliche Gefahr verringert werden kann.


Kinder in Weißrussland

Über 2 Millionen Menschen leben noch heute in der belasteten Zone in Weißrussland, darunter sind 500 000 Kinder. Täglich nehmen sie vor allem über die Nahrungskette Radioaktivität zu sich.

  • Die Zahl der Schilddrüsenkrebserkrankungen steigt und steigt.
  • Von "Tschernobyl-Aids", der Immunschwäche, sind die die meisten Kinder betroffen. 37 Krankheiten treten rund fünf mal höher auf als vor der Katastrophe.
  • Immer mehr Kinder sind herzkrank.
  • Die Leistungsfähigkeit sinkt. Schulstunden sind oft nur 30 Minuten lang. Ein weißrussischer Chefpsychologe prognostiziert, dass in ein paar Generationen niemand aus diesem Gebiet mehr fähig sein wird, ein Hochschulstudium zu absolvieren. Die Arbeitslosigkeit ist hoch.

1 Mio. Liquidatoren sind in die verstrahlte Zone von Tschernobyl geschickt worden. Die ersten von ihnen, die auf das Reaktordach mussten, liegen auf dem russischen Ehrenfriedhof in Zinksärgen in 8 Metern Tiefe begraben, als handele es sich bei ihnen um Atommüll. Was aber aus den anderen Liquidatoren geworden ist, weiß niemand und will kaum jemand wissen.

Junge Menschen aus den verstrahlten Gebieten haben Schwierigkeiten einen Lebenspartner zu finden. Die, die sich finden, entscheiden sich, aus Angst vor Missbildungen, oft gegen Kinder. Die Bevölkerungszahl sinkt.

Erst in rund 300 Jahren, so haben Wissenschaftler errechnet, wird die Radioaktivität soweit durch Vererbung "verdünnt" sein, dass sie unerheblich ist.


Polessje

Polessje ist ein Dorf im Bezirk Tschetschersk. Die Siedlung befindet sich auf einem Territorium, das mit 5,02 CI/km² (bzw. 185 740 Bq/m²) ein mit Cäsium 137 hoch verstrahltes Gebiet ist.

In Polessje leben 520 Menschen, 90 Kinder besuchen den Kindergarten und die Schule. Seit dem Jahr 2000 haben verschiedene Organisationen diese Kinder unterstützt, jetzt hat die Bürgerinitiative Südheide diese Aufgabe übernommen. In Polessje gibt es eine Messstation, die von einer Lüneburger Schule finanziert wird. Das Interesse in Polessje, weiterhin mit Informationen und Medikamenten versorgt zu werden, ist sehr groß.

Die Kinder in Polessje werden mit Ihrer und unserer Unterstützung zweimal im Jahr auf ihre Belastung mit Cäsium gemessen und anschließend mit Pektinen versorgt. Das ist kein Medikament, sondern ein Nahrungszusatz, der in der Lage ist, die im Körper abgelagerten Cäsiumnuklide zu lösen und auszuschwemmen. (Siehe auch Flugblatt: Pektine helfen)

Das Jablopekt wird den Kindern in dem Kindergaten und in der Schule von den Betreuerinnen gegeben, so ist sichergestellt, dass jedes Kind auch die Dosis bekommt, die Ihm gut tut.

erstes Foto: Die Schüler werden von einer Ärztin untersucht, auch hier kann Ihr Geld helfen, zweites Foto: Der Meßwagen mit dem mobilen Meßstuhl aus Minsk ist in Polessje eingetroffen. Copyright www.bi-suedheide.de

Sie können helfen, indem sie auf das Konto eine Spende einzahlen.

Bürgerinitiative Südheide
Spendenkonto: 72 92 301
Volksbank Celler Land (BLZ 257 916 35)
IBAN: DE 66 2579 1635 0007 292301
BIC: GENODEF1HMN
Stichwort: BELRAD

Bei Spenden über 50 Euro schicken wir eine Spendenquittung (dann bitte unter dem Verwendungszweck ihre Anschrift notieren).
Bei Beiträgen unter 50 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung.
Wenn Sie mehr Informationen wünschen, wenden sie sich an J. Ottermann

Im 'Kurzweil' (Billingstraße 5, Hermannsburg) besteht die Möglichkeit gespendete Bücher zugunsten der Kinder in Poljesse zu erwerben. Auch der Erlös für die Briefkarten für verschiedensten Anlässe mit wunderschönen Naturfotos von Mitgliedern der BI geht zu 100% an die Kinder in Weißrussland.

 

 

 


Seit 1998 Arbeitet die BI - Südheide mit dem "Institut für Strahlensicherheit Belrad" zusammen

So hilft das "Institut für Strahlensicherheit Belrad" vor Ort.

  • Das Institut Belrad misst in einem speziell entwickelten Messstuhl die radioaktive Belastung der Kinder in den Schulen.
  • Die am höchsten belasteten Kinder bekommen das Medikament "Vitapekt", entwickelt von Medizinern aus verschiedenen Ländern. Vitapekt wird aus dem Apfelschrot produziertm der bei der Apfelsaftproduktion abfällt. Pektin kann Schwermetalle und auch radioaktive Elemente wie z.B. Cäsium 137 binden und ausscheiden.
  • In einigen Schulen werden Separatoren aufgestellt. Sie trennen durch Zentrifugieren die Sahne von der Magermilch. Die radioaktiven Teilchen sind fast nur in der Magermilch gelöst. Wenn die Sahne verwendet wird, ist nur noch 10-20 Prozent der ursprünglichen Radioaktivität vorhanden.
  • Ausbildung von LehrerInnen für die Unterrichtung von Kindern zum Thema "Die Grundlagen des Strahlenschutzes".
  • Schaffung von technischen Möglichkeiten in lokalen Messtellen als, Hilfe zur Selbsthilfe...

Gründer des Instituts war Professor Wassili Nesterenko

  • Atomphysiker
  • Er baute viele Jahre Atomreaktoren für militärische Anlagen.
  • Er wurde bis 1986 als Liquidator in Tschernobyl eingesetzt. Die 3 Personen, die mit ihm den Reaktor in niedriger Höhe überflogen haben, sind bereits kurz darauf an Krebs gestorben.
  • 1991 gründete er mit Unterstützung von Andrej Sacharoff ein nichtstaatliches Institut, nachdem er feststellen mussten, dass der Staat die Folgen von Tschernobyl weder wahrhaben noch bekämpfen will.
  • Mit Hilfe russischer Freunde und Hilfe aus dem Ausland konstruierte er einen transportablen Messstuhl, mit dem die Kinder in ihren Heinatorten auf ihre Belastung mit Cäsium 137 gemessen werden können.
  • Er entwickelte zusammen mit dem Arzt Badaschewski ein Medikament ("Vitapekt"), das aus dem Pektin der Äpfel hergestellt wird. In den letzten Jahren wurden zwei Schulen in Korma mit je 700 Kindern auf unsere Kosten mit dem Messstuhl gemessen. Je 200 Kinder wurden mit "Vitapekt" versorgt und hinterher noch einmal gemessen. Die Werte waren teilweise unter 50% gesunken.
  • Er selbst war seit Tschernobyl schwer krank, er starb 2008 an den Folgen seiner Verstrahlung
   
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