„Tschernobyl – wir vergessen nicht!“

Die Bürgerinitiative Südheide e.V. in Hermannsburg unterstützt Kinder in der verstrahlten Zone in Weißrussland.
Die Bürgerinitiative unterstützt seit 1998 Projekte des unabhängigen Institut BELRAD. Auch wenn Tschernobyl für Viele Geschichte ist, für die Menschen dort ist die Katastrophe noch nicht zu Ende. 

 

Aktuell fördert die BI ein Messprogramm des Institut BELRAD in Malinowka (Weißrussland). So kann die dortige Schule eine Messstelle zusammen mit Lehrer und Schülern betreiben. Gerade für die arme Bevölkerung ist es schwierig an radioaktiv weniger belastete Lebensmittel zu kommen, umso wichtiger ist die Messstelle für die Kontrolle deren Gartenprodukte und Aufklärung.

 

 

 

Spendenkonto für Malinowka

IBAN: DE66 2579 1635 0007 2923 01
bei der Volksbank Südheide eG BIC: GENODEF1HMN

Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich abzugsfähig.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit,Taschenbücher und Fotokarten, die von BI-Mitgliedern fotografiert und erstellt wurden, im Kurzweil in der Billingstrasse 5, Hermannsburg zu erwerben.

 

 

 

 

Der Erlös geht an die Kinder aus der verstrahlten Region um Tschernobyl.

Weitere Informationen

Die Folgen der Reaktokatastrophe von Tschernobyl

Mehr zum Institut BELRAD

Weitere Projekte mit BI-Unterstützung

 

Die Folgen der Reaktorkatastrophe

sind auch 30 Jahre nach dem Reaktorunfall noch spürbar:

  • Über zwei Millionen Menschen in den belasteten Zonen Weißrusslands nehmen vor allem über die Nahrungskette radioaktive Stoffe zu sich.
  • Die Zahl der Schilddrüsenkrebserkrankungen steigt.
  • Von der als „Tschernobyl-Aids“ bezeichneten Immunschwäche sind die meisten Kinder betroffen.
  • 37 Krankheiten treten rund fünf Mal häufiger auf als vor der Katastrophe. Die Leistungsfähigkeit sinkt. Schulstunden sind oft nur 30 Minuten lang.
  • Die Bevölkerungszahl sinkt. Junge Menschen aus den verstrahlten Gebieten haben Schwierigkeiten, einen Lebenspartner zu finden. Paare entscheiden sich, aus Angst vor Missbildungen, oft gegen Kinder.

Auch lange nach Tschernobyl versucht die BI Südheide, die Erinnerung daran wachzuhalten und auf die Situation der Menschen vor Ort hinzuweisen.

Tschernobyl-Mahnwachen werden zu den Jahrestagen des Atomreaktorunfalles abgehalten. Seit 2011 kommen jährliche Mahnwachen zum Jahrestag von Fukushima dazu ...

 

BELRAD

Gründer des Institutes BELRAD ist der Atomphysiker Professor Wassilij Nesterenko. Er baut viele Jahre Atomreaktoren für militärische Anlagen. Nach den Erlebnissen als Helfer (Liquidator) in Tschernobyl erkennt er, dass der Staat die Folgen der Atom-Katastrophe weder wahrhaben noch bekämpfen will. Mit russischen Freunden und Hilfe aus dem Ausland konstruiert er einen transportablen Messstuhl, mit dem Kinder in ihren Heimatorten auf eine radioaktiven Belastung mit Cäsium 137 untersucht werden.

Mit dem Arzt Dr. Badaschewski entwickelt er das Medikament „Vitapekt“, das Pektin aus Äpfeln enthält. Es bindet Schwermetalle wie Cäsium und wird mit diesem ausgeschieden. Das senkt die radioaktive Belastung der Kinder. Auch nach dem Tod von Wassilij Nesterenko 2008 setzt die Bürgerinitiative ihre Unterstützung des Institutes BELRAD fort.

Prof. Wassilij Nesterenko

 „Tschernobyl war nicht nur eine Katastrophe für die Welt, sondern auch meine persönliche Lebenskatastrophe. Ich hatte für die Atomkraft gelebt, aber sie wird immer zu gefährlich sein." Prof. Wassilij Nesterenko, bei der Verleihung des Bremer Friedenspreises 2005

Professor Nesterenko besucht drei Mal Hermannsburg und hält Vorträge in Schulen. Johanna Ottermann ist mehrfach in Weißrussland im Institut BELRAD zu Gast.

Projekte des Instituts

Mit Hilfe der BI Südheide untersuchen Ärzte an zwei Schulen im 200 km von Tschernobyl entfernten Korma über mehrere Jahre 700 Kinder mit dem Messstuhl. Nach einer Pektinkur sind die Stahlenwerte durchschnittlich unter 50% gesunken. 2015 helfen Spender der BI Südheide 90 Kindern in dem Dorf Pollesje. Leider gestaltet sich die Zusammenarbeit mit staatlichen Schulen immer schwieriger. Derzeit unterstützt die BI ein Messstellen-Projekt in Malinowka.

Informationen unseres Partners Janun-hannover.e.V.:

Info Pektinkur (download)

Info Messstellen (download)

 

Anlässlich eines Informationstreffens trafen Mitglieder der BI-Südheide im November 2016 den Leiter des Institut BELRAD Alexej Nesterenko in Hannover. Koordiniert werden die Deutschlandkontakte des Instituts vom Jugendumweltnetzwerk (Janun-Hannover.e.V.) Hannover.

Bis heute zeigt die BI mit der Unterstützung der Menschen in den verstrahlten Gebieten Weißrusslands, dass diese nicht vergessen sind!

Kontakt:belrad@bi-sueheide.de

 

BI Südheide, Postfach 1181, 29314 Hermannsburg | info@bi-suedheide.de